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Kleidung & Accessoires

„Kleider machen Leute“, so sagte schon vor vielen Jahren der Schriftsteller Gottfried Keller. Eine Weisheit, die Jahrhunderte überdauert und an Wahrheitsgehalt nicht verloren hat. Tatsächlich beweisen aktuelle Studien immer wieder, wie sehr unsere Wahrnehmung mit der Kleidung einer Person zusammenhängt. Es gibt sogar Ratgeber und Seminare zu dem Thema: Mit der Kleidung die Karriere ankurbeln. Tatsächlich werden Frauen mit einer maskulinen Kleidung in Vorstellungsgesprächen eher eingestellt und gut gekleidete Schüler von den Lehrern als intelligenter wahrgenommen. Doch woran liegt das
eigentlich?

Gehören ein schicker Anzug und Erfolg unmittelbar zusammen?

Wer Erfolg hat, muss einen schicken Anzug tragen, dies scheint zumindest die Regel zu sein. Ist aber die Wirkung nicht eigentlich umgekehrt? Werden Männer, die einen schicken Anzug tragen, tendenziell beruflich erfolgreicher? Die Frage lässt sich schwer beantworten. Auf jeden Fall hängen die Faktoren des beruflichen Erfolges unmittelbar mit einer angemessenen Kleidung zusammen. Gemeinhin wirken Männer mit einem schicken Anzug und dazu passenden, hochwertigen Schuhen zuverlässig, zielstrebig, gebildet und selbstbewusst auf ihr Gegenüber. Diese Assoziationen finden unbewusst im menschlichen Gehirn statt, innerhalb nur weniger Sekunden. Ob hinterher der Jeansträger der in Wahrheit erfolgreichere Mensch ist, spielt dabei keine Rolle. Es ist der erste Eindruck, der zählt. Wer erfolgreich aussieht, hat somit die besseren Chancen auf eine grosse Karriere.

Die Kleidung beeinflusst unsere Stimmung

Das liegt aber gar nicht unbedingt an der Kleidung selbst. Forscher konnten stattdessen beweisen, dass sich unsere Bekleidung unmittelbar auf unser Wohlbefinden auswirkt, uns also auch innerlich verändert. Männer im Anzug fühlen sich demnach erfolgreicher, überzeugender und selbstbewusster als am Feierabend in Jogginghosen und strahlen diesen Gemütszustand auch aus. Es ist also nicht unbedingt die Kleidung selbst, welche den ersten Eindruck beeinflusst, sondern das damit einhergehende Auftreten eines Menschen. Es ist übrigens auch nachgewiesen, dass sich Menschen in einem Forscherkittel besser konzentrieren können als in Alltagskleidung. Bezeichneten die Wissenschaftler denselben aber stattdessen als Malerkittel, konnte kein gesteigertes Konzentrationsvermögen festgestellt werden. Die sozialpsychologischen Auswirkungen der Kleidung auf unser Befinden, Auftreten und die Fähigkeiten dürfen daher keinesfalls unterschätzt werden. Manchmal ist es doch verrückt, wie das Gehirn den Menschen austricksen kann.

Kleider machen Leute, denn sie machen Konversation

Unsere Kleidung kommuniziert, ob wir wollen oder nicht. Bevor ein Mensch auch nur ein Wort sagt, scannt das Gehirn sein Auftreten, sein Erscheinungsbild, die Ausstrahlung, Mimik und eben auch Kleidung ab. Dafür braucht es nur den Bruchteil einer Sekunde und schon haben wir uns eine Meinung über das Gegenüber gebildet. Diese wieder zu ändern hingegen, kann Monate oder Jahre dauern. Manchmal ist es sogar unmöglich. Im Privatleben mag das nicht weiter schlimm sein, im Beruf sind die richtigen Beziehungen aber häufig Gold wert. Vielleicht ist es dann doch eine Überlegung, einmal in einen teuren Anzug oder das Markenkostüm zu investieren. Wer sich das nicht leisten kann oder will, findet bestimmt auch ein passendes Schnäppchen in gratis Inseraten und Kleinanzeigen im Internet. Sie wissen ja: Hauptsache, es sieht teuer, erfolgreich und professionell aus…