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Fahrzeuge

Die Schweizer lieben ihre Autos, so viel ist klar. Zwischen 1980 und 2014 hat der Bestand der Strassenmotorfahrzeuge um 114 Prozent zugenommen, Motorfahrräder sind da nicht einmal mit einberechnet. Insgesamt sind so nun 5,8 Millionen Vehikel auf den Schweizer Strassen unterwegs, rund drei Viertel davon sind private Personenwagen. Umgerechnet hat somit jeder zweite Schweizer ein eigenes Auto.

Der Trend geht zum Zweirad

Gleichzeitig steigt aber auch vor allem die Zahl der motorisierten Zweiräder rasend schnell an. Motorräder liegen voll im Trend und haben sich in ihrer Zahl seit 1980 sogar verfünffacht. Besonders beliebt sind diese auch als Gebrauchtmodell. Viele Bastler und Tüftler holen sich die Ersatzteile einfach selbst über gratis Inserate und Kleinanzeigen im Internet und schrauben am Wochenende ein wenig an ihren liebgewonnenen Bikes. Apropos Bike: Nur rund 69 Prozent der Schweizer Haushalte besitzen ein Fahrrad. In Deutschland hat im Vergleich jeder Haushalt durchschnittlich 1,5 Exemplare in der Garage. Bei der sportlichen Betätigung können wir also noch ein gutes Stück aufholen. Allerdings sorgen die Schweizer Berge auch nicht unbedingt für eine fahrradfreundliche Infrastruktur. Wer weiss: Vielleicht verzeichnen dann ja schon bald die E-Bikes einen echten Aufschwung. Bislang liegen sie jedenfalls weit zurück, denn nur rund zwei Prozent der Schweizer Haushalte besitzen einen solchen motorisierten Drahtesel.

Deutsche Autos sind beliebt

Ja, wir Schweizer stehen auf deutsche Automarken. Natürlich, schliesslich gelten sie als qualitativ hochwertig, zuverlässig und hoch modern. Kein Wunder also, dass Volkswagen mit über 40.000 zugelassenen Neuwagen pro Jahr die beliebteste Automarke ist. Darauf folgen etwa 21.000 Audis, 20.000 BMW’s und 18.000 Skodas. Auch wenn Skoda auf den ersten Blick aus Tschechien kommt, verbirgt sich auch unter diesen Hauben die altbekannte VW-Technologie. Und auf dem fünften Platz? Eine Überraschung ist es nicht: Mit Mercedes machen deutsche Autos die Statistik komplett.

Welche Farbe darf es sein?

Wenn wir uns in einer Sache einig sind, dann im Farbgeschmack bei unseren Autos. Rot? Gelb? Blau? Grün? Nein, bunte Autos verkaufen sich derzeit sehr schlecht. Schwarz dominiert den Automarkt – und zwar deutlich. In 50 Prozent aller Anfragen im Internet suchten die Kaufinteressenten nach schwarzen Autos. Auf dem zweiten Platz steht die Farbe Weiss bei etwa 30 Prozent. Sie ist seit einigen Jahren schwer im Kommen und wird gewiss auch in Zukunft mehr und mehr das Strassenbild prägen. Schwarz und Weiss – da sieht die Schweizer Infrastruktur wohl schon bald aus wie ein grosser Zebrastreifen. Ein ungewöhnlicher Trend ist das aber nicht: Schwarze und weisse Autos sind schon länger die gefragtesten in Europa, China und den USA, denn bunte Autos haben einen geringeren Wiederverkaufswert. Das einst als pflegeleicht sehr beliebte Silber liegt übrigens mit 3,7 Prozent weit zurück, hinter Blau, Rot und Grau. Das Schlusslicht bilden Rosa und Violett. Na, ob das eine Überraschung ist?