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Jobs

Den richtigen Beruf zu wählen ist eine der wichtigsten Entscheidungen des Lebens. Denn mit der Arbeit verbringen die Menschen durchschnittlich rund acht Stunden am Tag, und zwar über ein ganzes Arbeitsleben hinweg. Wer also mit seinem Beruf oder der Arbeitsstelle unglücklich ist, verbringt überdurchschnittlich viel Zeit seines Lebens unzufrieden, was auf Dauer zu psychischen und physischen Krankheiten führt. Es ist daher wichtig, dass Sie eine Arbeitsstelle finden, die zu Ihnen passt.

Unbefristete Verträge werden immer seltener

In der Schweiz lässt sich diesbezüglich ein spannender Trend feststellen: Unbefristete Arbeitsverträge werden immer seltener. Job-Hopper hingegen nehmen in ihrer Anzahl stetig zu. Das bedeutet, dass die meisten Arbeitnehmer nach rund fünf bis acht Jahren ihre Arbeitsstelle wechseln. Je nach Branche liegt der Durchschnitt gar nur noch bei ein bis drei Jahren. Dies liegt zum einen an den Veränderungen der modernen Wirtschaft, zum anderen aber auch in der Mentalität bei den Arbeitnehmern. Dem Wunsch nach finanzieller Sicherheit und einer langfristigen Arbeitsstelle steht das vermehrte Streben nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance gegenüber. Moderne Technologien, wie das Internet und mobile Endgeräte, ermöglichen neue Arbeitskonzepte sowie eine orts- und zeitunabhängige Kommunikation. Mehr und mehr Arbeitnehmer passen daher ihr Berufsleben an das private Glück an und wechseln notfalls auch einmal die Arbeitsstelle. Zu Beginn der 2000er Jahre war das noch umgekehrt.

Die „New Economy“ hält Einzug

Als „New Economy“ wird diese neue Entwicklung bezeichnet, wonach sich die Werte im Arbeitsleben der Schweizer derzeit gravierend ändern. Die klassische Karriere verliert an Bedeutung und finanzielle Anreize reichen für die Unternehmen nicht mehr aus, um kompetente Mitarbeiter gewinnen zu können. Als Hauptgrund für diesen Wandel wird der Fachkräftemangel gesehen. Die Arbeitnehmer sehen sich in einer besseren Verhandlungsposition und haben mehr Auswahl zwischen verschiedenen Arbeitgebern. Eine Freiheit, die zum Umdenken angeregt hat. Denn nun sieht sich der Arbeitnehmer plötzlich in der Position, Forderungen stellen zu können. Eine Studie des Beratungsunternehmens Universum Communications fand heraus, dass vor allem für junge Arbeitnehmer und Berufseinsteiger deshalb die Balance zwischen Freizeit und Arbeit die oberste Priorität hat. Erst auf dem zweiten Platz folgen das attraktive Grundgehalt, die sichere Anstellung und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Je nach Branche lassen sich dabei Abweichungen feststellen. So legen zum Beispiel die Naturwissenschaftler besonders viel Wert auf die moderne Work-Life-Balance, während Unternehmensberater die Konstanz und Jobsicherheit im Mittelstand zu schätzen lernen. Das grosse Geld alleine jedenfalls, reicht für das Recruiting von Fachkräften heutzutage nicht mehr aus.