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Babykleider

Leider gibt es diese oder ähnliche Schlagzeilen immer wieder: Schadstoffe in Babykleidung und -schuhen gefunden. Vor allem Anbieter aus Asien und Südamerika bringen immer mehr Angebote auf den Markt, die zwar günstig sind, im schlimmsten Fall für Babys und Kleinkinder aber gesundheitsschädlich. Bei Babykleidern können Sie deshalb gar nicht vorsichtig genug sein. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei Babykleidung achten müssen und weshalb Second Hand Ware manchmal sogar die bessere Entscheidung ist.

Welche Schadstoffe können Babykleider enthalten?

Es gibt ganz verschiedene Arten von chemischen Stoffen, die für die Herstellung und Fertigung von Babykleidern zum Einsatz kommen. Einige davon gelten als gesundheitsschädlich und sollten daher beim fertigen Produkt keinesfalls mehr gefunden werden. Die Realität sieht aber anders aus: Pestizide, Biozide, Formaldehyde und Schwermetalle werden regelmässig in Textilien entdeckt – sowohl bei Erwachsenen- als auch Babykleidung. Allerdings ist die Haut eines Babys noch dünner und dadurch deutlich empfindlicher als die eines Erwachsenen. Die benötigten Abwehrstoffe sind noch nicht ausgebildet, Schadstoffe werden schneller vom Körper aufgenommen und können Schäden bei der Entwicklung des Kindes verursachen. Worauf sollten Sie also beim Kauf der Kleidung für Ihr Baby achten?

Regeln für den Kauf von Babykleidung

Erst einmal gibt es wichtige Merkmale, die gegen den Kauf der Babykleidung sprechen. Hierzu gehören:

• Gummiapplikationen, denn in den Kunststoffen werden häufig chemische Weichmacher eingesetzt
• auffallend bunte Farben, denn diese können aus Dispersions- oder Azofarben bestehen
• Herstelleretikett aus Asien oder Südamerika

Leider schützen selbst Prüfsiegel nicht vor allen Schadstoffen. Denn obwohl viele der Inhaltsstoffe in der Schweiz bereits verboten sind, werden diese Regelungen von den Herstellern umgangen oder Grauzonen ausgenutzt.

Prüfsiegel für Babykleider

Dennoch sollten Sie, um auf Nummer sicher zu gehen, neben den genannten Merkmalen nach Prüfsiegeln Ausschau halten. Dazu gehören:

• CE-Zeichen
• Öko-Text Standard 100
• IVN (Internationaler Verband der Naturtextilhersteller)

Bio-Textilien sind in Mode

Natürlich gibt es aber mittlerweile auch Hersteller, die genau diesem „billig und ungesund“ Trend entgegenwirken. Gegen einen etwas höheren Preis erhalten die Kunden dann schadstofffreie Babykleidung aus Bio-Baumwolle. So wird nicht nur bei der Fertigung auf gesundheitsgefährdende Schadstoffe verzichtet, sondern bereits beim Anbau der Baumwolle für Babykleider. Garantiert frei von Düngemitteln, Pestiziden und Insektenschutzmitteln sei das Material, so die Angaben der Hersteller.

Second Hand Ware ist schadstoffärmer

Sagte Ihre Mutter früher nicht auch immer zu Ihnen: Den Pullover muss man vor dem ersten Tragen unbedingt waschen? Klar, denn in der Waschmaschine wird ein Grossteil der enthaltenen Schadstoffe ausgewaschen oder gar abgetötet, je nach Temperatur. Das Gleiche gilt natürlich für Babykleidung. Ein weiterer Grund, zu Second Hand Ware zu greifen. Nicht nur, dass diese zum Beispiel in gratis Inseraten und Kleinanzeigen im Internet viel günstiger sind als die Neuware im Handel und so selbst die Bio-Baumwolle erschwinglich wird, sie wurde auch schon mehrmals gewaschen und enthält daher weniger oder gar keine Schadstoffe. So tun Sie nicht nur der Gesundheit Ihres Kindes, sondern zugleich auch noch Ihrem Geldbeutel einen Gefallen.